Ausgabe 033 · 27. September 2026 · 2 Min. Lesezeit
Entwaldungsfreies Rindfleisch macht Rückverfolgbarkeit vom Archiv zur Marktzugangsfunktion
Die dritte Expo Carnes in Santa Fe stellte am 25. September eine Handelsanforderung in den Mittelpunkt: Anspruchsvollere Märkte fragen nicht nur nach der physischen Produktqualität, sondern nach überprüfbaren Angaben zu Herkunft, Rückverfolgbarkeit, Tierwohl und Umweltbedingungen. Die Veranstaltung verband Rind-, Schweine- und Geflügelkette mit Themen wie Prozesstechnik, CO₂-Fußabdruck, Tierwohl und Klimaanpassung.
Am konkretsten wurde die Diskussion bei der Umwelt-Rückverfolgbarkeit entwaldungsfreien Rindfleischs. Nach Darstellung von Vertretern des argentinischen Rindfleischförderinstituts wird die künftige europäische Vorgabe digitale Informationen verlangen, die belegen, dass die Tiere von der Geburt bis zur Schlachtung ausschließlich Betriebe durchlaufen haben, welche die geltenden Bedingungen erfüllen. Die Umweltspur muss dabei mit Gesundheitsdaten und Tierbewegungsregistern verknüpft werden.
Die Debatte räumt mit einer verbreiteten Verkürzung auf. Eine Herkunftsaussage oder ein abschließendes Zertifikat des Schlachthofs kann den gesamten Lebensweg eines Tieres nicht allein rekonstruieren. Damit Daten im internationalen Einkauf verwendbar sind, müssen Tier- oder Losidentität, Betriebe, Bewegungen, Veterinärunterlagen und territoriale Daten miteinander verknüpfbar sein. Entscheidend ist die durchgängige Prüfbarkeit der Information, nicht die Ansammlung von Siegeln.