Was die Fleischwelt an diesem Morgen wissen sollte.
Geflügelqualität muss als durchgängiger biologischer Prozess geführt werden
Geflügelfleischqualität lässt sich nicht verlässlich steuern, wenn Stall, Transport, Schlachtung und Kühlung getrennt betrachtet werden. Eine am 25. September veröffentlichte Übersichtsarbeit bündelt diese Glieder zu einem mechanistischen Rahmen: Bedingungen vor der Schlachtung beeinflussen den Muskelstoffwechsel; dieser bestimmt wiederum die postmortale Umwandlung. Daraus ergeben sich Geschwindigkeit des pH-Abfalls, Wasserbindungsvermögen, Farbe, Zartheit, Lipidoxidation und die Anfälligkeit für Fehler wie PSE-ähnliches Fleisch, Wooden Breast oder White Striping.
Tiefkühlbestände zeigen: Fleischeinkauf muss teilstückgenau arbeiten
Der am 25. September veröffentlichte US-Bericht zu Tiefkühlbeständen zwingt dazu, den Fleischmarkt nach Produkten und nicht über eine einzige Lagerzahl zu lesen. Zum 31. August lagen die Bestände an Schweinebäuchen bei 23,684 Millionen Pfund. Das waren 35 Prozent weniger als im Juli und ein Prozent weniger als ein Jahr zuvor. Gleichzeitig lagen die gesamten Bestände an rotem Fleisch über dem Vorjahresniveau.
Onlineverkauf macht die belegbare Fleischidentität zum Sicherheitskontrollpunkt
Der Einsatz gegen den Onlineverkauf von sogenannten Smokies in Leicester am 29. September zeigt: Rückverfolgbarkeit endet weder am Schlachthof noch auf dem Etikett eines Großhändlers. Die National Food Crime Unit der britischen Food Standards Agency ging gemeinsam mit Polizei und kommunaler Behörde vor; ein Mann wurde festgenommen, 158 Kilogramm nicht identifiziertes Fleisch wurden aus der Lebensmittelkette entfernt.
Fleischevents gewinnen Wert, wenn Verkostung, Herkunft und Kettendialog zusammenkommen
Die Beteiligung von INTERBEV am Sommet de l’Élevage vom 6. bis 9. Oktober in Cournon-d’Auvergne stellt Fleisch in einen Messekontext, der über Rassepräsentation und Produktwerbung hinausgeht. Die französische Branchenorganisation kündigt einen Gemeinschaftsstand mit fünf Regionalausschüssen und Normabev sowie einen INN’OVIN-Bereich für Schafe an. Vorgesehen sind Präsentationen französischer Rinderrassen, Fachgespräche und Verkostungsformate.
Japan erweitert den Marktzugang für argentinisches Rindfleisch
Nach zwei Jahrzehnten Verhandlungen haben sich Argentinien und Japan auf die veterinärrechtlichen Einfuhrbedingungen für weitere Herkunftsgebiete verständigt. Vor dem Lieferstart stehen noch Audits und Betriebszulassungen an.