Meat Morning Briefing
04International

Ausgabe 040 · 04. Oktober 2026 · 2 Min. Lesezeit

China-Zugang bleibt für US-Rind ein technisches Schlachtkörperwert-Thema

Die Aufnahme von Rind- und Schweinefleisch in eine Liste von Waren mit besserer Handelsbehandlung in den laufenden Verhandlungen zwischen den USA und China ist zunächst ein Öffnungssignal – kein vollständig geklärter Marktzugang. Das US-amerikanische Meat Institute verweist ausdrücklich darauf, dass Vergeltungszölle und technische nichttarifäre Hemmnisse weiter bestehen. Eine technische Arbeitsgruppe für Landwirtschaft soll diese Fragen später im Jahr behandeln.

Für die Rindfleischkette ist das besonders bei Variety Meats und Innereien relevant. Nach Darstellung des Verbands erzielen diese Produkte in China eine stärkere Nachfrage und höhere Preise als im US-Binnenmarkt. Die ökonomische Logik ist bekannt: Finden lokal weniger gefragte Bestandteile einen Exportmarkt, steigt der Wert des gesamten Schlachtkörpers; der Wertdruck muss dann nicht allein über die im Inland nachgefragten Edelteil- und Standardcuts aufgefangen werden.

Die Mitteilung thematisiert zudem Sperrungen US-amerikanischer Betriebe nach Erstbefunden von Ractopamin oder Melengestrolacetat. Das Institut bewertet diese als nicht vereinbar mit dem Geist des Phase-One-Abkommens und fordert ein transparentes, durchsetzbares Verfahren gegen unbefristete Ausschlüsse. Das ist eine Branchenposition, keine Bestätigung einer chinesischen Regeländerung.