Meat Morning Briefing
02International

Ausgabe 041 · 05. Oktober 2026 · 2 Min. Lesezeit

Der globale Fleischpreisrückgang kam im September von Geflügel und Schwein

Der FAO-Fleischpreisindex lag im September 2026 bei durchschnittlich 127,9 Punkten. Das waren 1,5 Punkte beziehungsweise 1,1 Prozent weniger als im revidierten Augustwert und ebenso viel wie im September 2025. Der Index ist keine Einkaufskondition für eine Tierart, einen Cut oder ein Land, sondern ein gewichteter Indikator für internationale Exportpreisbewegungen mehrerer Fleischgruppen.

Die FAO führt den Rückgang auf niedrigere Notierungen bei Geflügel- und Schweinefleisch zurück. Beim Geflügel wirkten ein reichliches brasilianisches Exportangebot und eine schwächere EU-Importnachfrage. Hinzu kamen laut Organisation die seit 3. September geltenden EU-Einfuhrvorgaben im Zusammenhang mit antimikrobiellen Mitteln sowie vorgezogene Importe vor ihrem Inkrafttreten. Besonders sichtbar war der Effekt bei höherwertigen Erzeugnissen.

Bei Schweinefleisch belastete ein großes Angebot in wichtigen Exportländern die Preise. Für die EU verweist die FAO darauf, dass sich die Zuwachsraten der Tiere nach den sommerlichen Hitzewellen normalisierten und damit die Verfügbarkeit stieg. Rind- und Schaffleischnotierungen blieben dagegen im Wesentlichen stabil.