Ausgabe 045 · 09. Oktober 2026 · 2 Min. Lesezeit
Exportwert wird durch Zielmarkt- und Teilstückdiversifizierung abgesichert
Die US-Exportdaten für August zeigen, warum sich der Wert einer internationalen Fleischkette nicht an einem einzelnen Zielmarkt ablesen lässt. Nach Angaben der US Meat Export Federation erreichten die US-Rindfleischexporte 86.362 Tonnen, vier Prozent mehr als im Vorjahr; der Wert stieg um 13 Prozent auf 785,9 Millionen US-Dollar. Taiwan, Südkorea, der Nahe Osten, ASEAN, Kolumbien und Côte d’Ivoire trugen zum Plus bei, während China wegen technischer Handelshemmnisse begrenzt blieb.
Besonders lehrreich ist die Differenz zwischen Menge und Wert. Von Januar bis August sank die Exportmenge von Rindfleisch um sieben Prozent, der Wert jedoch nur um ein Prozent. Ohne China lag das Volumen ein Prozent unter Vorjahr, der Wert dagegen sechs Prozent darüber. Das beweist nicht, dass jedes Teilstück an Wert gewann. Es zeigt aber, dass Zielmarkt- und Produktmix niedrigere Mengen teilweise auffangen können.
Bei Schweinefleisch fiel das Bild anders aus. Die Augustexporte gingen um sechs Prozent auf 222.243 Tonnen zurück, der Wert sank um zwölf Prozent auf 606,3 Millionen US-Dollar. USMEF führt einen wesentlichen Teil auf Mexiko zurück: Dort erholte sich die eigene Schweineproduktion, während die Nachfrage nach Schinken nachließ. Gleichzeitig legten Mittelamerika, Kolumbien und die Karibik zu. Frühere Beschränkungen wegen Pseudowut hatten zudem Innereienexporte eingeschränkt.