Meat Morning Briefing
02Tierwohl

Ausgabe 046 · 10. Oktober 2026 · 2 Min. Lesezeit

HPAI-Nachweis in Washington macht Biosicherheit zur gemeinsamen Kettenaufgabe

Der Nachweis hochpathogener Aviärer Influenza in zwei Milchviehherden im US-Bundesstaat Washington rückt Biosicherheit erneut als artübergreifende Aufgabe der tierischen Wertschöpfungsketten in den Vordergrund. Der Animal and Plant Health Inspection Service des USDA meldete am 8. Oktober den PCR-Nachweis eines H5-Virus der Klade 2.3.4.4b. Die Genomsequenzierung steht noch aus.

Nach Angaben von APHIS handelt es sich um die ersten bestätigten Nachweise bei Nutztieren im Bundesstaat Washington. Die betroffenen Herden wurden untersucht, nachdem klinische Symptome aufgetreten waren, die mit Aviärer Influenza vereinbar sind. Zuvor hatten sie im Rahmen der routinemäßigen Überwachung des nationalen Milchtestprogramms negativ getestet. Bundes- und Landesbehörden führen nun weitere epidemiologische Untersuchungen, Diagnostik und Datenerhebungen durch.

Die offizielle Meldung ändert nichts an der US-Strategie zur Tilgung der Seuche. APHIS betont Biosicherheit als zentrale Maßnahme gegen Eintrag und Verschleppung zwischen Betrieben. Milch von betroffenen Tieren wird aus dem kommerziellen Milchstrom herausgenommen oder vernichtet; pasteurisierte Handelsmilch gilt weiterhin als sicher.