Was die Fleischwelt an diesem Morgen wissen sollte.
Violett-blaues Licht muss sich am Schlachtkörper bewähren, bevor es zur Geflügelbarriere wird
Violett-blaues Licht mit niedriger Leistung könnte zu einer zusätzlichen Barriere gegen Campylobacter in der Geflügelkette werden. Forschende der University of Reading und der britischen Animal and Plant Health Agency prüften die violett-blaue photodynamische Inaktivierung (VB-PDI) an 64 Isolaten aus der britischen Geflügelüberwachung. Nach Angaben der Universität reagierten sämtliche Stämme auf die Behandlung – auch antibiotikaresistente Isolate.
Postbiotika werden erst in der konkreten Fleischmatrix zur belastbaren Haltbarkeitslösung
Postbiotika rücken als mögliches Werkzeug für die Fleischkonservierung in den Fokus – sie sind aber nicht automatisch ein einsatzfertiges Konservierungsmittel. Ein am 9. Oktober veröffentlichter Übersichtsbeitrag bündelt Erkenntnisse zu Metaboliten und Zellbestandteilen inaktivierter Mikroorganismen, darunter organische Säuren, Bacteriocine, Exopolysaccharide und antioxidative Verbindungen. Behandelt werden Anwendungen in verschiedenen Lebensmittelsystemen, einschließlich Fleischerzeugnissen.
Geflügelforschung gewinnt, wenn Tierwohl, Fütterung und Fleischqualität auf einer Plattform zusammenlaufen
Mit dem Baubeginn des Ontario Poultry Research Centre in Elora wird eine Infrastrukturinvestition zum Bekenntnis für produktionsnahe Forschung. Die Regierung von Ontario meldete am 7. Oktober mehr als 24 Millionen kanadische Dollar für das Zentrum. Die Anlage soll über 1.500 Hähnchen- und Putenbetriebe sowie 500 Eier- und Junghennenbetriebe unterstützen; die Fertigstellung ist für den Sommer 2028 vorgesehen.
Aviäre-Influenza-Zonen machen Herkunftsdaten zur unmittelbaren Handelsvoraussetzung für Geflügel
Die Einfuhrsperre Hongkongs für klar definierte Gebiete der USA und des Vereinigten Königreichs zeigt, wie schnell ein Geflügelseuchengeschehen zu einer Handelsfrage mit geografischer Präzision wird. Das Centre for Food Safety in Hongkong ordnete am 5. Oktober mit sofortiger Wirkung die Aussetzung der Einfuhr von Geflügelfleisch und Geflügelprodukten einschließlich Eiern aus zwei Countys in Minnesota, je einem County in Montana und Wisconsin sowie von der schottischen Isle of Lewis an. Anlass waren Meldungen über hochpathogene aviäre Influenza der Subtypen H5N1 und H5N5.
Ready-to-eat-Wraps zeigen: Lebensmittelsicherheit muss jeder Zutaten-Schnittstelle folgen
Die US-Untersuchung eines mit gekühlten, verzehrfertigen Mehrkomponenten-Wraps mit Hähnchenfleisch verbundenen E.-coli-O157:H7-Ausbruchs verdeutlicht einen entscheidenden Unterschied: Dass ein Produkt Hähnchen enthält, benennt Hähnchen noch nicht als Kontaminationsquelle. Die FDA führt aktuell 38 Erkrankungsfälle im Zusammenhang mit dem Ausbruch. Die vom USDA regulierten Wraps wurden vorsorglich aus dem Verkehr genommen, bevor der Zusammenhang bestätigt war; zum Zeitpunkt der Aktualisierung waren sie weder im Verkauf noch innerhalb ihrer Haltbarkeit.