Meat Morning Briefing
03International

Ausgabe 049 · 13. Oktober 2026 · 2 Min. Lesezeit

Regen und Feiertage zeigen: Fleischverfügbarkeit lässt sich nicht aus einer Marktzahl lesen

Der aktuelle Wochenbericht von Meat & Livestock Australia zeigt, wie Wetter und Feiertage Marktsignale kurzfristig verändern können. In der Woche bis zum 9. Oktober stärkten verbreitete Niederschläge das Vertrauen und die Nachfrage von Wiedereinstallern bei Rindern und Schafen. Gleichzeitig reduzierten Feiertage die Auftriebe an mehreren Märkten und veränderten die Schlachtrhythmen.

Die Kennzahlen müssen zusammen gelesen werden. Die nationalen Rinderauftriebe sanken um 24 Prozent auf 48.110 Tiere. Zugleich stieg die nationale Rinderschlachtung gegenüber der Vorwoche um 2,7 Prozent auf 146.566 Tiere, weil einzelne Bundesstaaten wieder volle Verarbeitungswochen erreichten. Beim Lamm legte der National Trade Lamb Indicator um 5 Prozent auf 1.153 australische Cent je Kilogramm Schlachtkörpergewicht zu; die Lamm-Schlachtungen stiegen um 6 Prozent auf 372.398 Tiere.

Aus einer einzelnen Bewegung lässt sich kein struktureller Wechsel der Fleischverfügbarkeit ableiten. Ein geringerer Marktauftrieb kann kalendarisch bedingt sein, während Regen die Bereitschaft erhöht, Tiere zurückzuhalten oder Ersatztiere zu kaufen. Schlachtbetriebe arbeiten wiederum nach ihrem eigenen Kalender und ihrer verfügbaren Kapazität.