Meat Morning Briefing
02Qualität

Ausgabe 058 · 22. Oktober 2026 · 2 Min. Lesezeit

Temperaturabweichungen werden bei RTE-Ware zur Rückruffrage, wenn die Kühlkette sie nicht auffängt

Kayem Foods hat am 17. Oktober rund 1.584.361 Pfund verzehrfertige Fleisch- und Geflügelprodukte wegen möglicher Temperaturabweichungen während der Lagerung zurückgerufen. Nach Angaben des US Food Safety and Inspection Service wurden die Artikel zwischen dem 31. März und dem 7. Oktober hergestellt und an Handel sowie Foodservice in den USA und Hongkong geliefert. Zum Zeitpunkt der Mitteilung lagen keine bestätigten Erkrankungsfälle vor.

Ausgangspunkt war die Reklamation eines Handelskunden über zu warm angelieferte Ware am 1. Oktober. Die betriebliche Untersuchung ergab, dass verschiedene Produkte in einem Lagerkühlraum mit Temperaturabweichungen gelagert worden waren. Damit ist der Fall mehr als ein Transportproblem: Er betrifft die Kälteführung nach der Herstellung – also genau jene Phase, in der Ready-to-eat-Produkte beim Kunden keinen weiteren Erhitzungsschritt erhalten.

FSIS ordnete den Rückruf als Klasse I ein. Für Betriebe zeigt diese Einstufung, dass Temperaturdaten kein isoliertes Verwaltungsdokument sein dürfen. Sie müssen rekonstruierbar machen, welche Ware wie lange an welchem Ort betroffen war und welche Absatzwege die Chargen genommen haben. Die Wirksamkeit eines Rückrufs hängt an der Verbindung von Lagerdaten, Rückverfolgbarkeit und Kundenkommunikation.