Meat Morning Briefing

Mittwoch, 09. September 2026 · Wien

Ausgabe 016 · 05:00 CET

Was die Fleischwelt an diesem Morgen wissen sollte.

Präzisionsfermentation nimmt die Strukturproteine der Fleischtextur ins Visier

Die Textur von Fleisch hängt nicht allein von der äußeren Form eines Produkts ab. Entscheidend sind auch jene Proteine, die Muskelfasern strukturieren. Forschende des Tufts University Center for Cellular Agriculture meldeten am 3. September Fortschritte bei der Herstellung von Actin und Myosin mittels Präzisionsfermentation. Beide myofibrillären Proteine prägen die Muskelstruktur und damit Eigenschaften wie Biss, Konsistenz und Verhalten beim Erhitzen.

Mit direkter Originalquelle

Kontrollfinanzierung kann kleine Schlachthöfe stützen – ohne den Standard zu senken

Die britische Food Standards Agency bringt am 16. September Vorschläge zur Zukunft steuerfinanzierter Nachlässe bei Fleischkontrollgebühren in ihren Verwaltungsrat ein. Die Behörde betont, dass Kontrollen in Schlachthöfen und Fleisch verarbeitenden Betrieben der Lebensmittelsicherheit, der Tiergesundheit und dem Tierwohl dienen – ebenso wie dem Vertrauen in britisches Fleisch.

Mit direkter Originalquelle

Britisches Schweinefleisch gewinnt durch Angebot und breitere Exportmärkte an Stabilität

Der britische Schweinefleischhandel hat das erste Halbjahr 2026 mit einer höheren Selbstversorgung abgeschlossen, obwohl das zweite Quartal schwächer verlief als das erste. Die am 3. September veröffentlichte AHDB-Analyse führt die Verbesserung auf ein größeres inländisches Angebot und niedrigere Einfuhren zurück. Die Selbstversorgung – als Anteil der heimischen Produktion am verfügbaren Angebot definiert – erreichte 66 Prozent nach 61 Prozent im gleichen Zeitraum 2025.

Mit direkter Originalquelle

Ein Hackfleischrückruf zeigt: Nach dem Wolfen verändert sich das Risikoprofil

Die französische amtliche Plattform RappelConso veröffentlichte am 7. September einen freiwilligen Rückruf für eine Charolais-Rinderhackfleischzubereitung mit 12 Prozent Fett. Das Produkt war zwischen dem 4. und 7. September über Leclerc in Frankreich verkauft worden. Grund ist ein mikrobiologisches Risiko durch Shigatoxin-bildende Escherichia coli, kurz STEC.

Mit direkter Originalquelle

Ganzheitliche Schlachtkörpernutzung ist der praktische Kern handwerklicher Nachhaltigkeit

Ronny Paulusch rückt in einem am 7. September bei Fleisch & Co veröffentlichten Beitrag die Nachhaltigkeit des Fleischerhandwerks auf eine Grundfrage zurück: Was geschieht mit Tier und Rohstoff, bevor über Gebäude, Energie oder Technik gesprochen wird? Seine These lautet, dass eine effiziente Kühlung oder Wärmerückgewinnung die konsequente Nutzung des gesamten Schlachtkörpers nicht ersetzen kann.

Mit direkter Originalquelle

Ende der Ausgabe

Zur aktuellen Ausgabe →