Was die Fleischwelt an diesem Morgen wissen sollte.
Brauerei-Nebenprodukte machen Dry Aging zum steuerbaren Aromaprozess
Eine Pilotstudie der University of Arkansas untersucht, ob Nebenprodukte aus der Brauerei als Aromaimpuls in der Trockenreifung von Rinderstriploin funktionieren. Verwendet wurden USDA-Choice-Lenden, die zuvor 21 Tage nassgereift waren, in fünf Abschnitte geteilt und anschließend 14 Tage trocken gereift wurden. Neben einer konventionellen Kontrolle kamen Kveik-Hefeabfälle, Saccharomyces-Hefeabfälle sowie zwei Koji-Reis-Behandlungen mit Aspergillus oryzae beziehungsweise Aspergillus kawachii zum Einsatz.
Knappere EU-Rindfleischmengen machen Herkunft und Teilstück zum Einkaufsauftrag
Der europäische Rindfleischmarkt tritt in eine Phase ein, in der die Ursache des Drucks wichtiger ist als eine isolierte Preiszahl. Nach AHDB-Analyse sank die EU-Rindfleischproduktion von Januar bis Juni 2026 gegenüber dem Vorjahr um 2 Prozent auf 3,8 Millionen Tonnen. Treiber sind Bestandsabbau, Umweltvorgaben und Ergebnisdruck. Polen verzeichnete den stärksten Rückgang; auch Irland und Italien lagen niedriger, während die Niederlande, Deutschland und Spanien leicht zulegten.
Günstige Ferkel verlängern den Angebotsdruck über die Schweinenotierung hinaus
Der leichte Rückgang der europäischen Schweinenotierung nach sieben Wochen mit Anstiegen darf nicht als stabile Erholung missverstanden werden. In der Woche bis zum 13. September sank der EU-Referenzpreis für Klasse S um 0,24 Pence je Kilogramm-Äquivalent auf 148,13 Pence. Über vier Wochen hatte er zwar noch etwas mehr als sechs Pence gewonnen, lag aber weiterhin 27,5 Pence unter dem Vorjahresniveau.
Hack, Marinaden und Sous-vide zeichnen den Einkaufskorb für rotes Fleisch neu
Die britischen Handelsdaten für die zwölf Wochen bis zum 6. September zeigen einen Nachfragewechsel nach Format und Verwendungsanlass – keinen einheitlichen Rückzug aus der Kategorie rotes Fleisch. Das Gesamtvolumen sank gegenüber dem Vorjahr um 1,6 Prozent. Bei Rind stiegen die Ausgaben um 1,9 Prozent, getragen von durchschnittlich 3 Prozent höheren Preisen, während die Menge um 1 Prozent zurückging. Hackfleisch verlor absolut am stärksten; auch Bratenstücke gaben deutlich nach.
Einkäuferbesuche machen Zerlegung und Herkunft zur Exportspezifikation
Einkäuferbesuche sind keine vom Produkt losgelöste PR-Maßnahme: Sie übersetzen Erzeugungsattribute in überprüfbare Beschaffungskriterien. AHDB empfing jüngst eine elfköpfige chinesische Delegation mit Vertretern von sechs Importfirmen, die sich auf Schweinefleisch konzentrierte. Anschließend besuchten vier leitende Vertreter des US-Foodservice britische Rind-, Lamm- und Schweinefleischketten auf Farmen und in Verarbeitungsbetrieben.