Meat Morning Briefing
01International

Ausgabe 004 · 28. August 2026 · 2 Min. Lesezeit

Ein Zollkontingent macht magere Rindfleischabschnitte zur strategischen Ware

Die US-Regierung hat das Zollkontingent für magere Rindfleischabschnitte vorübergehend um 300.000 Tonnen erweitert. Die am 26. August unterzeichnete Maßnahme gilt ausschließlich für Lean Beef Trimmings, die mit US-Rindfleisch zu Hackfleisch verarbeitet werden können. Sie ergänzt die bereits im Februar beschlossene Ausweitung um 80.000 Tonnen für Argentinien. Für die Branche ist das keine generelle Marktöffnung für Rindfleisch, sondern ein gezielter Eingriff in die Rohstoffbasis von Burgern und anderen Hackfleischprodukten.

Die Zusatzmenge ist vollständig der Kategorie „other countries or areas“ zugeordnet und wird nach dem First-come-first-served-Prinzip in drei Tranchen zu je 100.000 Tonnen verwaltet. Die erste Tranche läuft vom 1. bis 30. September, die zweite vom 1. bis 30. Oktober, die dritte ab 31. Oktober bis zur Ausschöpfung oder längstens bis 30. November. Länderspezifische Quoten und Verpflichtungen gegenüber Freihandelspartnern werden dadurch nicht verändert.

Die Proklamation begründet den Schritt mit knapperem Inlandsangebot, hohen Preisen und den Beschränkungen für Lebendtierimporte aus Mexiko wegen des Risikos durch die Neuwelt-Schraubenwurmfliege. Die Administration erwartet für 2026 einen Rückgang der US-Rindfleischproduktion um rund vier Prozent gegenüber 2025. Zugleich soll die zusätzliche Importware 25 Prozent unter dem Marktpreis für magere Abschnitte verkauft werden; USDA und Handelsbeauftragter sollen dies überwachen.