Was die Fleischwelt an diesem Morgen wissen sollte.
Essqualität muss zur vorhersagbaren Rindfleischspezifikation werden
Teagasc rückt die belegbare Essqualität in den Mittelpunkt der Wertschöpfung bei irischem Rindfleisch. Zartheit und Geschmack seien die entscheidenden Qualitätsmaße, doch die wirtschaftliche Aufgabe bestehe nicht darin, eine durchschnittliche Qualität zu belegen. Entscheidend ist, das Esserlebnis eines einzelnen Teilstücks verlässlich vorherzusagen. Angestrebt wird deshalb ein europäisches Prognosesystem, das Daten aus Tier, Schlachtkörper, Verarbeitung und Sensorik miteinander verknüpft.
Eine neue britische Nährwertanalyse aktualisiert eine Grundlage, die bei frischem Rindfleisch mehr als drei Jahrzehnte lang nicht umfassend überprüft worden war. Im Auftrag des Department of Health and Social Care untersuchte die Food and Nutrition NBRI am Quadram Institute 25 Sammelproben aus zwölf frischen Zuschnitten, darunter Hackfleisch, Steaks und Bratenstücke. Eingekauft wurde 2024 im britischen Lebensmitteleinzelhandel; die Probenbildung orientierte sich an den Marktanteilen der Händler.
Exportwert wird durch Zielmarkt- und Teilstückdiversifizierung abgesichert
Die US-Exportdaten für August zeigen, warum sich der Wert einer internationalen Fleischkette nicht an einem einzelnen Zielmarkt ablesen lässt. Nach Angaben der US Meat Export Federation erreichten die US-Rindfleischexporte 86.362 Tonnen, vier Prozent mehr als im Vorjahr; der Wert stieg um 13 Prozent auf 785,9 Millionen US-Dollar. Taiwan, Südkorea, der Nahe Osten, ASEAN, Kolumbien und Côte d’Ivoire trugen zum Plus bei, während China wegen technischer Handelshemmnisse begrenzt blieb.
Eine ruhige Aviäre-Influenza-Phase ist ein Vorbereitungsfenster – keine Entwarnung
Der Quartalsbericht von EFSA, ECDC und dem Europäischen Referenzlabor zur Aviären Influenza liefert eine Risikobasis für den Übergang in die neue Saison – keine Prognose für den einzelnen Betrieb. Zwischen dem 5. Juni und dem 28. August 2026 wurden in Europa 110 Nachweise hochpathogener Aviärer Influenza aus zwölf Ländern gemeldet: zwei bei Geflügel, fünf bei gehaltenen Vögeln und 103 bei Wildvögeln. Der Datenstand endet am 28. August; der Bericht ersetzt daher nicht die aktuelle operative Überwachung.
Geflügel gewinnt Relevanz, wenn Tiergesundheit und Konsum ein gemeinsames Forum haben
Auf dem SOMMET DE L’ÉLEVAGE in Clermont-Ferrand erhält die französische Geflügelwirtschaft erstmals eine eigene Agora für weißes Fleisch und Tiergesundheit in Halle 2. AFIVOL beteiligt sich vom 6. bis 9. Oktober gemeinsam mit ANVOL, CNPO, ITAVI, ILGS und CLIPP. Das Programm verbindet Gespräche über Tiergesundheit, Biosicherheit, Konsum und Ernährungssouveränität – Themen, die in der Geflügelkette häufig getrennt behandelt werden.