Ausgabe 046 · 10. Oktober 2026 · 2 Min. Lesezeit
Vergleichbarer Fleischhandel beginnt bei der Einheit – nicht bei der Exportüberschrift
Das Update des US-Datensatzes zum internationalen Vieh- und Fleischhandel wirkt zunächst wie eine Formatfrage. Für Einkauf, Marktanalyse und internationale Vergleiche ist die Botschaft jedoch methodisch: Fleischströme sind nur vergleichbar, wenn Einheit, Aggregationsebene und Handelspartner klar definiert sind. Der Economic Research Service des USDA aktualisierte die Datenbank am 7. Oktober.
Die Sammlung umfasst monatliche und jährliche Im- und Exporte von Rindern, Schweinen, Schafen, Ziegen, Rind- und Kalbfleisch, Schweinefleisch, Lamm- und Schaffleisch, Hähnchen, Pute, Eiern und Eierzeugnissen. Grundlage sind die amtlichen Handelsdaten des US Census Bureau. Fleischprodukte werden in Schlachtkörpergewicht-Äquivalente umgerechnet; Lebendtiere bleiben als Stückzahlen ausgewiesen.
Die Veröffentlichung stellt 16 formatierte Excel-Tabellen sowie gleichwertige CSV-Dateien im Long-Format bereit. Daten lassen sich nach Art und Handelspartner auswerten; warenspezifische Tabellen reichen bis 1989 zurück. Eine gesonderte Datei verfolgt kumulierte Rindfleischimporte unter Zollkontingenten und berechnet den ausgeschöpften Anteil jedes Jahreskontingents.
Das September-Update führte Qualitätsstandards und eine neue Dateistruktur ein, ohne die Daten selbst zu verändern. Diese Unterscheidung ist wichtig: Eine scheinbare Veränderung zwischen Berichten kann aus physischen Tonnen statt Schlachtkörpergewicht-Äquivalenten, dem Meldetermin, Ursprungs- oder Zielland oder dem Produktscope resultieren. Für eine Einkaufsentscheidung reicht daher keine Exportüberschrift. Zu prüfen sind Art, Produkt, Zeitraum, Einheit, Partner sowie die Frage, ob Muskelfleisch, Innereien oder die gesamte Warenposition gemeint sind.