Ausgabe 047 · 11. Oktober 2026 · 2 Min. Lesezeit
Geflügelforschung gewinnt, wenn Tierwohl, Fütterung und Fleischqualität auf einer Plattform zusammenlaufen
Mit dem Baubeginn des Ontario Poultry Research Centre in Elora wird eine Infrastrukturinvestition zum Bekenntnis für produktionsnahe Forschung. Die Regierung von Ontario meldete am 7. Oktober mehr als 24 Millionen kanadische Dollar für das Zentrum. Die Anlage soll über 1.500 Hähnchen- und Putenbetriebe sowie 500 Eier- und Junghennenbetriebe unterstützen; die Fertigstellung ist für den Sommer 2028 vorgesehen.
Das Forschungsprogramm umfasst Tierwohl, Reproduktion, Ernährung, Fleischqualität und Lebensmittelsicherheit. Diese Verbindung ist entscheidend: Qualitätsprobleme lassen sich nicht erst nach dem Schlachten lösen. Tageszunahmen, Tiergesundheit, Ration, Stress, Genetik, Management, Transport und postmortale Prozesse wirken auf die Produkteigenschaften zusammen. Eine Versuchsplattform soll solche Wechselwirkungen unter Bedingungen untersuchen, die näher an kommerziellen Ketten liegen.
Partner sind die Provinz, Agricultural Research and Innovation Ontario, die vier Geflügelbranchenorganisationen Ontarios und die University of Guelph. Nach Angaben der Regierung werden durch den Bau mehr als 220 Arbeitsplätze unterstützt. Für die Branche liegt der Wert nicht im Gebäude allein, sondern in der Möglichkeit, Versuche zu Fragen aus Betrieb, Brüterei, Schlachtung und Weiterverarbeitung wiederholbar aufzusetzen.