Was die Fleischwelt an diesem Morgen wissen sollte.
BBQ-Produkte machen Anlass und Aktivierung zum Markthebel
Der britische Lebensmitteleinzelhandel zeigt derzeit sehr deutlich: Die Fleischkategorie bewegt sich nicht einheitlich. In den zwölf Wochen bis zum 9. August sank das Volumen bei rotem Fleisch gegenüber dem Vorjahr um 1,5 Prozent, während die Ausgaben um 1,8 Prozent stiegen. Bei Rind lagen die Mengen 2,0 Prozent niedriger, der Umsatz aber 3,3 Prozent höher – getragen von einem um 5,4 Prozent gestiegenen Durchschnittspreis.
Hitzestress-Management muss seinen Nutzen im Fleisch belegen
Eine am 25. August veröffentlichte Studie greift ein technisches Thema auf, das mit steigenden Temperaturen an Gewicht gewinnt: Wie lassen sich Leistung und Fleischqualität von Broilern unter zyklischem Hitzestress sichern? Untersucht wurde ein ethanolischer Extrakt aus Romanesco-Blumenkohlblättern im Tränkwasser von Ross-308-Masthühnern.
Exportvertrauen entsteht durch auditierbare Veterinärdienste
Brasilien hat am 25. August seine Seite zu Audits im Programm Quali-SV aktualisiert. Das ist weder eine neue Produktspezifikation noch die Meldung einer konkreten Marktzulassung. Dennoch macht die Veröffentlichung sichtbar, worauf die Glaubwürdigkeit von Exportfleisch grundlegend beruht: auf der nachweisbaren Leistungsfähigkeit amtlicher Veterinärdienste.
Pünktliche Viehzahlung ist Teil der Kettenintegrität
Eine Beschwerde des USDA gegen einen Viehhändler aus Florida erinnert daran, dass die Integrität der Fleischkette auch auf scheinbar grundlegenden kaufmännischen Pflichten beruht: Kauf, Besitzübergang und fristgerechte Bezahlung. Der Agricultural Marketing Service teilte am 27. August mit, das Ministerium habe am 16. April eine Beschwerde gegen US Livestock Inc. und deren Eigentümer Zachariah Mohamed eingereicht.
Wursthandwerk wird zur Verbraucherbildung, wenn Technik sichtbar wird
Am 27. August veranstaltete Perrys Field to Fork im englischen Staffordshire einen Kinderkurs für Wurst- und Pork-Pie-Herstellung. Im Branchenalltag mag das nach einem kleinen Termin klingen. Das Format berührt aber eine strategische Frage für das Fleischerhandwerk: Wie entsteht Produktverständnis, bevor Fleisch für junge Konsumentinnen und Konsumenten ausschließlich zur Preisentscheidung wird?