Meat Morning Briefing
03International

Ausgabe 054 · 18. Oktober 2026 · 2 Min. Lesezeit

Mehr Lammangebot, feste Preise: Marktindikatoren müssen zusammen gelesen werden

Der australische Rinder- und Schafmarkt zeigt in dieser Woche, wie irreführend eine reine Preisbetrachtung sein kann. Meat & Livestock Australia meldet, dass die nationalen Rinderzufuhren trotz der Rückkehr zu einer vollen Vermarktungswoche nach Feiertagen um 7 % auf 54.403 Tiere sanken. Niederschlagsprognosen veranlassten einen Teil der Erzeuger, Tiere zurückzuhalten. Alle Rinderindikatoren legten zu; die Wochenveränderungen reichten von 0,4 % bis 11 %.

Beim Lamm war das Signal anders. Die nationalen Lammzufuhren stiegen um 32 % auf 186.153 Tiere – den höchsten Wochenwert seit April –, die Schafzufuhren um 16 %. Trotzdem blieben die Indikatoren fest oder zogen leicht an. Der Heavy-Lamb-Indikator gewann 1 %, zugleich berichteten die Märkte von anhaltend starkem Wettbewerb um schwerere Gewichtsklassen.

Die Schlachtzahlen beziehen sich auf die Woche bis zum 9. Oktober und zeigen weiterhin den Effekt des vorherigen langen Wochenendes: Die nationale Rinderschlachtung sank um 14 % auf 125.408 Tiere, die Lammerschlachtung um 3,5 % auf 359.287 Tiere. Zufuhr, Schlachtung und Preis beschreiben damit weder denselben Zeitpunkt noch dieselbe Funktion in der Kette.