Ausgabe 060 · 24. Oktober 2026 · 2 Min. Lesezeit
Exportwert wächst, wenn Schlachtkörperlogik zur Zielmarktspezifikation wird
Der britische Auftritt auf der SIAL Paris zeigt: Exportwert für rotes Fleisch entsteht nicht allein aus einer guten Notierung. Dreizehn exportierende Unternehmen präsentierten sich am AHDB-Pavillon der Messe, wie die Organisation am 20. Oktober mitteilte. Dort trafen Produzenten, Distributoren, Foodservice-Vertreter und Importeure zusammen. Die Bedeutung liegt darin, Qualität und Herkunft in kommerzielle Vereinbarungen zu übersetzen, die im jeweiligen Zielmarkt funktionieren.
AHDB beziffert den Wert britischer Rind-, Schaf- und Schweinefleischexporte im ersten Halbjahr 2026 auf 1,1 Milliarden Pfund – 15 Prozent mehr Wert und acht Prozent mehr Menge mit knapp 293.000 Tonnen. Die Werte für Rind- und Schaffleisch stiegen um 23 Prozent auf 450 Millionen beziehungsweise um 15 Prozent auf 401 Millionen Pfund. Die europäische Nachfrage war ein wesentlicher Wachstumstreiber.
Diese Zahlen beschreiben ein Gesamtergebnis, keine Margengarantie für jedes Unternehmen oder Teilstück. Genau deshalb ist eine Messe mehr als eine Imageplattform. Um den Schlachtkörper besser zu verwerten, braucht es passende Zuordnungen von Cuts, Formaten, Zertifikaten, Kühllogistik und kulinarischen Spezifikationen. Ein Markt sucht möglicherweise Premium-Cuts, ein anderer Rohstoff für Verarbeitung, Foodservice-Formate oder Produkte für bestimmte Gerichte. Mehrwert entsteht erst, wenn diese Differenzierung zu wiederholbaren Aufträgen führt.