Meat Morning Briefing
02International

Ausgabe 068 · 01. November 2026 · 2 Min. Lesezeit

Unterbrochene Rinderströme verschieben die Rindfleischwertschöpfung über die Grenze

Eine neue Analyse des Food and Agricultural Policy Research Institute an der University of Missouri zeigt: Die Unterbrechung des Lebendrinderhandels zwischen Mexiko und den USA ist nicht nur als knapperes Angebot zu lesen, sondern als Verschiebung der Wertschöpfung. Das Institut modellierte eine Lage, in der die Zufuhren mexikanischer Fresser in die USA nach der teilweisen Wiederöffnung im Zusammenhang mit dem Neuwelt-Schraubenwurm unter dem früheren Niveau bleiben.

Das Kernergebnis ist eindeutig: Weniger verfügbare Tiere erhöhen in den USA die Preise für Fresser, Masttiere und Rindfleisch. Die Tiere, die die Grenze nicht passieren, verschwinden aber nicht. Sie verbleiben in Mexiko und tragen dort zu einer höheren Rindfleischproduktion bei. Das Modell erwartet außerdem höhere Nettoimporte von Rindfleisch in den USA und höhere Nettoexporte Mexikos.

Die ökonomische Schlussfolgerung der Studie lautet, dass das Gesamtsystem an Effizienz verliert: Insgesamt wird weniger produziert, und zwar zu höheren Preisen. Das ist keine kurzfristige Preisprognose und ersetzt keine tagesaktuelle Marktbeobachtung. Es ist eine Analyse der strukturellen Folgen geringerer grenzüberschreitender Integration.