Was die Fleischwelt an diesem Morgen wissen sollte.
Hyperspektrale Innereienkontrolle macht Schlachtdaten zu Tiergesundheitsfeedback
Ein australisches Praxisprojekt zu Rinderinnereien zeigt, wie der Schlachthof zu einer nutzbareren Datenquelle für Tiergesundheit werden kann. Die Charles Sturt University und P&P Optica entwickeln mit Unterstützung von MLA und Tey’s Australia ein System aus Hyperspektralbildgebung und maschinellem Lernen. Es soll die amtliche Fleischuntersuchung nicht ersetzen, sondern ihr eine objektive und wiederholbare Befundung von Lunge, Leber und Niere zur Seite stellen.
Schlachtkörpergewicht macht Kühlung zur Farbsteuerung
Eine neue Studie in Meat Science richtet den Blick auf eine Größe, die in vielen Betrieben einheitlich behandelt wird: die Abkühlgeschwindigkeit in Abhängigkeit vom Schlachtkörpergewicht. Ihre Ergebnisse zeigen, dass leichte Rinderschlachtkörper unter demselben Kühlprogramm schneller auskühlen als schwere. Bereits relativ geringe Unterschiede von rund 50 Kilogramm je Schlachtkörperhälfte reichten aus, um Temperaturverlauf und Farbausbildung des mageren Fleisches zu verändern.
Britisches Schweineangebot verlagert sich von Gewicht zu Schlachtzahl
Die britische Schweinefleischproduktion ist im dritten Quartal 2026 weiter gewachsen, doch ihr Treiber hat sich verändert. Laut AHDB stieg die Erzeugung gegenüber dem Vorjahr um 2,8 Prozent auf 246.600 Tonnen. Das Plus fiel geringer aus als im ersten Halbjahr, weil sich die Schlachtkörpergewichte wieder nahezu auf Vorjahresniveau zurückbewegten.
Paraná bestätigt seine zentrale Rolle im brasilianischen Geflügelexport. Nach Angaben der staatlichen Landwirtschafts- und Versorgungsbehörde wurden von Januar bis September 2026 1,8 Millionen Tonnen Hühnerfleisch ausgeführt. Das entspricht einem Plus von 18 Prozent gegenüber dem gleichen Zeitraum 2025; der Erlös erreichte 3,39 Milliarden US-Dollar und lag damit 23,8 Prozent höher.
Metzgerschnur zeigt: Kontaktmaterial gehört in die Fleischrückverfolgbarkeit
Ein am 4. November in Frankreich veröffentlichter Rückruf lenkt den Blick vom Fleisch auf einen unscheinbaren Teil seiner Präsentation: die Metzgerschnur. Das amtliche Portal RappelConso meldet den freiwilligen Rückruf von Fleisch und Fleischzubereitungen, die mit weißer Schnur gebunden und an Carrefour-Bedientheken in ganz Frankreich verkauft wurden. Anlass ist der Nachweis von Bisphenol A in bestimmten Chargen der eingesetzten Lebensmittelschnur.