Meat Morning Briefing
03International

Ausgabe 008 · 01. September 2026 · 2 Min. Lesezeit

Mehr Wochenproduktion ändert nichts am knapperen US-Rotfleischjahr

Der jüngste USDA-Wochenbericht zur Produktion unter Bundesinspektion zeigt einen US-Rotfleischmarkt ohne einheitliche Bewegungsrichtung. Für die Woche bis zum 29. August wird die Gesamtproduktion auf 985,2 Millionen Pfund geschätzt. Das waren 1,9 Prozent mehr als in der Vorwoche, aber 1,2 Prozent weniger als im entsprechenden Vorjahreszeitraum. Kumuliert liegt die Fleischproduktion seit Jahresbeginn 2,5 Prozent unter 2025.

In der Wochenmenge enthalten sind 478,8 Millionen Pfund Rindfleisch, 503,4 Millionen Pfund Schweinefleisch, 1,0 Million Pfund Kalbfleisch sowie 2,0 Millionen Pfund Lamm- und Schaffleisch. Die Zahl ist eine Schätzung der Produktion unter Bundesinspektion und schließt beanstandete Ware aus. Sie misst damit weder Verbrauch noch Ladenpreise direkt, liefert aber ein zeitnahes und konsistentes Signal für die physische Marktverfügbarkeit.

Der Wochen- und der Vorjahresvergleich müssen getrennt gelesen werden. Das Plus zur Vorwoche verweist auf eine kurzfristig höhere Schlacht- und Verarbeitungstätigkeit; das Minus zum Vorjahr und der niedrigere Jahresverlauf beschreiben dagegen eine enger werdende Angebotsbasis im größeren Bild. Wer die Zeithorizonte vermischt, zieht schnell falsche Marktschlüsse.