Meat Morning Briefing

Mittwoch, 02. September 2026 · Wien

Ausgabe 009 · 05:00 CET

Was die Fleischwelt an diesem Morgen wissen sollte.

Hanfbiomasse im Broilerfutter: Niedrige Dosierung ist kein Freifahrtschein für den breiten Ersatz

Ein Nebenprodukt der Cannabidiol-Extraktion, die sogenannte verbrauchte Hanfbiomasse, lässt sich nicht allein wegen möglicher Kostenvorteile oder Kreislaufwirtschaft pauschal als unbedenklicher Geflügelfutterbaustein bewerten. Ein neu veröffentlichter Fütterungsversuch mit Masthühnern zeigt deutlich: Selbst bei energie- und proteinvergleichbaren Rationen entscheidet die Einsatzmenge über die Wirkung.

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Ein Humanwirkstoff wird als möglicher Zusatzschutz gegen Schraubenwürmer geprüft

Die Wiederkehr des Neuwelt-Schraubenwurms rückt Tiergesundheit erneut ins Zentrum der Versorgungssicherheit. Der Parasit befällt Wunden warmblütiger Tiere; neben dem unmittelbaren Leiden können Befälle Tierbewegungen, Betriebsabläufe und Handel beeinträchtigen. Die Foundation for Food & Agriculture Research und die University of Notre Dame finanzieren nun eine Pilotstudie, die ein zusätzliches Bekämpfungswerkzeug prüfen soll.

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Hitzemanagement muss als Kontrollpunkt der Schlachtkörperqualität gelten

Hitzestress beginnt nicht erst bei extremen Temperaturen auf dem Thermometer. Der schottische Farm Advisory Service erinnert daran, dass die Kombination aus Temperatur und Luftfeuchte über den Temperatur-Feuchte-Index, THI, beurteilt werden muss. Bei Rindern setzt die Belastung laut Leitfaden ab einem THI von 68 ein; bei im Sommer typischen rund 60 Prozent Luftfeuchte kann diese Schwelle bereits bei etwa 22 °C erreicht sein.

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Regionale Verarbeitung braucht mehr Zugang – nicht weniger Kontrolle

Die Debatte über eine stärkere regionale Fleischverarbeitung in den USA ist an einem Grundsatzpunkt angekommen: Zusätzliche Kapazität und besserer Zugang für kleinere Betriebe lassen sich ausbauen, Fleisch im gewerblichen Verkehr muss aber weiterhin nachvollziehbar kontrolliert werden. Der Meat Institute reagierte am 28. August auf die Ankündigung der US-Regierung, Landwirten und Ranchern die Verarbeitung eigener Lebensmittel zu ermöglichen; konkrete Details der Initiative lagen zu diesem Zeitpunkt noch nicht vor.

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Beim Grillservice gehören eihaltige Saucen zum Lebensmittelsicherheitskonzept

Ein Update der britischen Gesundheitsbehörde UKHSA zeigt: Auch Zutaten, die neben einem Fleischgericht zunächst nebensächlich wirken, können das Risikoprofil entscheiden. Die Behörden untersuchen weiter mehrere Salmonella-Enteritidis-Fallcluster, für die die bisherigen Daten auf Zusammenhänge mit importierten Eiern hinweisen. Eine abschließende Ursache ist noch nicht identifiziert; die offizielle Risikobewertung für die Allgemeinbevölkerung bleibt niedrig.

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