Meat Morning Briefing
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Ausgabe 010 · 03. September 2026 · 2 Min. Lesezeit

Frankreichs Erzeugerpreise zeigen: Jede Tierart braucht ihre eigene Kalkulation

Das französische Statistikamt Insee meldete am 27. August, dass die Erzeugerpreise für Tiere in Frankreich im Juli 2026 gegenüber Juni erneut um 1,6 Prozent gesunken sind, nach minus 1,4 Prozent im Vormonat. Innerhalb dieses Gesamtwerts verlief die Entwicklung jedoch deutlich unterschiedlich: Die Preise für Schweine stiegen um 0,8 Prozent nach einem Rückgang von 0,6 Prozent; Geflügel verteuerte sich um 1,6 Prozent nach plus 0,1 Prozent.

Insee begründet den Anstieg beim Schwein mit einem begrenzten Angebot. Diese Aussage beschreibt eine beobachtete Preisbewegung im französischen Markt. Sie erlaubt für sich genommen keinen Schluss auf die Rentabilität der Betriebe, die Kosten der Zerlegung oder die Verbraucherpreise. Dafür wären unter anderem Informationen zu Futter- und Energiekosten, Gewichten, Schlachtausbeute, Teilstückmix und Vermarktungsbedingungen nötig.

Die gegenläufigen Signale sind auch für Einkauf und Sortimentsplanung relevant. Ein Durchschnittswert für „Tierpreise“ kann Entwicklungen bei Schwein und Geflügel verdecken, die in verschiedene Richtungen weisen. Praktisch heißt das: Rohwarenverträge, Verfügbarkeit von Teilstücken und Aktionsplanung sollten je Tierart geprüft werden, statt eine allgemeine Marktbewegung auf alle Proteine zu übertragen.