Was die Fleischwelt an diesem Morgen wissen sollte.
SWIR macht die Feuchtekontrolle von Fleischemulsionen zur Prozessaufgabe
Eine am 5. September veröffentlichte Studie zeigt, wie sich die Feuchtekontrolle bei Fleischemulsionen mit kurzwelliger Infrarot-Hyperspektraltechnik (SWIR) vom Labor in eine schnelle Prozessprüfung verschieben könnte. Für Brühwürste, Emulsionsprodukte und Feinbrät ist der Wassergehalt kein bloßer Analysewert: Er beeinflusst Ausbeute, Textur, Wasserbindevermögen und Chargenkonstanz.
Warmfrisches Rindfleisch braucht eine Temperaturstrategie statt pauschaler Kälte
Die Transporttemperatur beeinflusst die Farbe von warmfrischem Rindfleisch maßgeblich. Eine am 3. September veröffentlichte Untersuchung simulierte den postmortalen Transport des Musculus longissimus bei 4, 16 und 26 °C über die ersten 48 Stunden. Ihr Ergebnis spricht nicht für die einfache Regel „je kälter, desto besser“, sondern für einen Zielkonflikt zwischen leuchtend roter Farbe, Stoffwechsel und Oxidation.
EU-Geflügelimporte aus den USA verlangen jetzt eine Prüfung bis zur Zone
Die Europäische Union hat nach neuen Ausbrüchen der hochpathogenen Aviären Influenza die Einfuhrbedingungen für bestimmte Gebiete der USA kurzfristig geändert. Die Durchführungsverordnung (EU) 2026/2020 wurde am 4. September erlassen und am 7. September veröffentlicht. Sie setzt für betroffene Gebiete die Einfuhr von Geflügel, Zuchtmaterial von Geflügel, frischem Geflügelfleisch und frischem Fleisch von Federwild aus.
Brasiliens Rückkehr zum EU-Geflügelmarkt ist noch kein Freigabesignal
Brasilien hat eine EU-Auditmission zu Geflügelfleisch und Honig abgeschlossen, wie das brasilianische Landwirtschaftsministerium am 4. September mitteilte. Die europäische Mission begann am 24. August und umfasste Besuche in Produktionsbetrieben und bei Behörden. Nach brasilianischer Darstellung wurden die geprüften amtlichen Kontrollen und Verfahren als zufriedenstellend bewertet.
Rohfutter für Heimtiere: Lebensmittelsicherheit endet nicht an der Packung
Die britische Food Standards Agency rückt rohes Heimtierfutter erneut in den Mittelpunkt der Haushaltshygiene. In ihrem am 3. September veröffentlichten jährlichen Wissenschaftsbericht meldet die Behörde, dass 29 Prozent der untersuchten Proben die gesetzlichen Hygienekriterien nicht erfüllten: Entweder wurde Salmonella nachgewiesen oder der Grenzwert für Enterobacteriaceae überschritten. Außerdem wurden hohe Konzentrationen von Campylobacter, MRSA und STEC festgestellt.