Meat Morning Briefing
03Verbraucher

Ausgabe 017 · 10. September 2026 · 2 Min. Lesezeit

Chile macht Herkunft, Klassifizierung und Cut-Kennzeichnung zum Verbraucherschutztest

Chile verstärkt vor den Fiestas Patrias seine Kontrollen nach dem Fleischgesetz. In der Zeit vor dem Nationalfeiertag am 18. September steigt dort der Fleischkonsum deutlich. Der Landwirtschaftsdienst SAG hatte bis August 3.939 der für 2026 geplanten 7.246 Kontrollen durchgeführt. Dabei wurden 245 Anzeigen wegen Verstößen registriert; das entspricht 6,2 % der bisher erfolgten Inspektionen.

Das Fleischgesetz umfasst Herkunft, Klassifizierung, Typisierung, Kennzeichnung, Zuschnittbezeichnung und Warenpräsentation. Nach Angaben des SAG liegen die häufigsten Mängel bei den Informationen: etwa bei der Angabe importiert oder national, bei Klassifizierung und Typisierung sowie bei der Benennung des Cuts. Die Kontrolle prüft damit nicht nur den physischen Zustand des Produkts, sondern auch, ob die gegenüber Kundinnen und Kunden vermittelte Handelsidentität stimmt.

Die verschärfte Überwachung ist besonders vor den Feierlichkeiten relevant, wenn in Metzgereien und anderen Verkaufsstellen mehr Fleisch umgesetzt wird. Das Ministerium beschreibt die Maßnahme als Kontrolle entlang der gesamten Kette und verknüpft Rückverfolgbarkeit, Qualität und Lebensmittelsicherheit. Den größten Anteil der registrierten Anzeigen verzeichneten die Regionen Metropolitana, Los Lagos und Valparaíso.