Meat Morning Briefing

Donnerstag, 10. September 2026 · Wien

Ausgabe 017 · 05:00 CET

Was die Fleischwelt an diesem Morgen wissen sollte.

Potenziell probiotische Kulturen müssen sich im realen Salami-Prozess bewähren

Eine neue brasilianische Studie zu italienischer Salami zeigt: Potenziell probiotische Milchsäurekulturen sind nur dann interessant, wenn sie im realen Prozessfenster bestehen. Das Überleben im Endprodukt allein reicht nicht. Temperatur, pH-Wert, Salz, Nitrit, Wasseraktivität und Farbausbildung müssen als zusammenhängendes System bewertet werden.

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Exportdaten zeigen: Wert, Produktmix und Marktzugang gehören zusammen

Die Juli-Daten der U.S. Meat Export Federation beschreiben einen Exportmarkt, der sich nicht aus der Gesamttonnage allein lesen lässt. Bei Rind blieb das Volumen gegenüber dem Vorjahr nahezu stabil, während der Exportwert um 6 % auf 796,7 Millionen US-Dollar stieg. Bei Schweinefleisch fielen Menge und Wert jeweils um 6 % auf 224.305 Tonnen beziehungsweise 641,8 Millionen US-Dollar.

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Chile macht Herkunft, Klassifizierung und Cut-Kennzeichnung zum Verbraucherschutztest

Chile verstärkt vor den Fiestas Patrias seine Kontrollen nach dem Fleischgesetz. In der Zeit vor dem Nationalfeiertag am 18. September steigt dort der Fleischkonsum deutlich. Der Landwirtschaftsdienst SAG hatte bis August 3.939 der für 2026 geplanten 7.246 Kontrollen durchgeführt. Dabei wurden 245 Anzeigen wegen Verstößen registriert; das entspricht 6,2 % der bisher erfolgten Inspektionen.

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Schweinegesundheit verbindet Impfstoffentwicklung mit Antibiotikastrategie und Versorgungssicherheit

Das Vereinigte Königreich hat am 1. September eine neue Runde seines Farming Innovation Programme mit 13 Millionen Pfund eröffnet. Forschung soll damit schneller in die landwirtschaftliche Praxis gelangen. Zu den genannten Projekten gehört ein weiterentwickelter Impfstoff gegen Streptococcus suis, der Schweine gegen mehrere Stämme einer der häufigsten bakteriellen Infektionen im Sektor schützen soll.

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Englands Federwild-Überprüfung rückt Tierwohl-Evidenz in die Wildfleischkette

Die britische Regierung hat am 4. September eine Konsultation zur Aufzucht, Auswilderung und Bejagung von Federwild in England eröffnet. Sie soll Auswirkungen auf Wildtiere, geschützte Lebensräume, Krankheitsausbreitung, Tierwohl, Wildtierkriminalität und die Nutzung natürlicher Ressourcen untersuchen. Die Einreichungsfrist läuft bis zum 1. November 2026.

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