Ausgabe 017 · 10. September 2026 · 2 Min. Lesezeit
Schweinegesundheit verbindet Impfstoffentwicklung mit Antibiotikastrategie und Versorgungssicherheit
Das Vereinigte Königreich hat am 1. September eine neue Runde seines Farming Innovation Programme mit 13 Millionen Pfund eröffnet. Forschung soll damit schneller in die landwirtschaftliche Praxis gelangen. Zu den genannten Projekten gehört ein weiterentwickelter Impfstoff gegen Streptococcus suis, der Schweine gegen mehrere Stämme einer der häufigsten bakteriellen Infektionen im Sektor schützen soll.
Die Mitteilung bedeutet weder, dass ein marktreifer Impfstoff verfügbar ist, noch stellt sie eine Anwendungsempfehlung dar. Gefördert werden kooperative Forschungs- und Entwicklungsprojekte; vorgesehen sind Zuschüsse von ein bis drei Millionen Pfund für eine begrenzte Zahl von Vorhaben. Relevant für die Fleischkette ist der Ansatz: Tiergesundheit, Tierwohl, Produktivität und eine mögliche Verringerung des Antibiotikaeinsatzes werden als zusammenhängende Größen behandelt.
Streptococcus suis ist deshalb wichtig, weil Gesundheitsprobleme im Betrieb nicht am Stalltor enden. Sie beeinflussen Chargenstabilität, Behandlungen, Verluste, Handling und Lieferplanung. Ein Schutz gegen mehrere Stämme wäre folglich erst dann wertvoll, wenn er sich unter Praxisbedingungen als wirksam, sicher und wirtschaftlich erweist und in bestehende tierärztliche sowie biosichere Programme passt.