Was die Fleischwelt an diesem Morgen wissen sollte.
Die Wiederöffnung von Douglas zeigt: Versorgungssicherheit beginnt mit Tiergesundheitskontrollen
Die teilweise Wiederöffnung des Grenzübergangs Douglas in Arizona für mexikanische Rinder rückt die Tiergesundheit wieder ins Zentrum des nordamerikanischen Fleischgeschäfts. Am 24. August wurde dort der Rinderhandel wieder aufgenommen; alle übrigen Einreisehäfen an der Südgrenze bleiben vorerst geschlossen. Der Schritt steht im Zusammenhang mit dem gemeinsamen Aktionsplan gegen die Neuwelt-Schraubenwurmfliege.
Methan braucht in der Klimabilanz der Fleischwirtschaft eine zweite Kennzahl
Unternehmensbilanzen für Treibhausgase verdichten sehr unterschiedliche Emissionen häufig zu einer einzigen CO₂-Äquivalent-Zahl. Eine neue, in Frontiers in Climate veröffentlichte Arbeit schlägt vor, dass Vieh- und Fleischunternehmen die etablierte GWP100-Berichterstattung beibehalten, sie für biogenes Methan aber um GWP* ergänzen. So sollen Veränderungen der Methanemissionen und ihre Wirkung auf die Erwärmung über die Zeit besser abgebildet werden.
Dürre-Ausnahmen machen Futterresilienz zur Qualitätsfrage
Die Dürre zwingt Frankreich dazu, einzelne Produktionsvorgaben für Herkunftszeichen und den Ökolandbau unter engen Voraussetzungen anzupassen. Das INAO teilte am 25. August mit, dass mehr als 400 individuelle Ausnahmen für rund 4.000 Bio-Milchviehbetriebe bewilligt worden seien. Sie erlauben in begründeten Fällen einen begrenzten Einsatz nichtökologischer Futtermittel, wenn außergewöhnliche Klimabedingungen zu Futterausfällen geführt haben.
Hofbesichtigungen beim Veau d’Aveyron et du Ségala zeigen, dass Herkunftskommunikation überzeugt, wenn sie konkrete Praxis erklärt. Bei einem jüngsten Besuch in Sébrazac wurde ein System der muttergebundenen Kälbererzeugung unter dem Label Rouge vorgestellt. Ganzjährige Abkalbungen sollen ein regelmäßiges Angebot sichern. Der Betrieb vermarktet die Kälber im Alter von sechs bis achteinhalb Monaten.
Die Eröffnung des neuen Mizzou Meat Market im Michael L. Parson Meat Science Education and Training Lab der University of Missouri steht für ein Modell mit hoher Relevanz für Fleischhandwerk und Ausbildung: Produktion, Verkauf, Lehre und Produktentwicklung werden an einem Ort verbunden. Der Markt nahm Mitte August den Betrieb auf und erweiterte sein Angebot an Rind, Schwein, Lamm und Geflügel sowie an veredelten Produkten.