Ausgabe 046 · 10. Oktober 2026 · 2 Min. Lesezeit
Foodservice-Nachfrage trennt sich nach Gerichteformaten – nicht nur nach Tierarten
Die britischen Foodservice-Daten zeigen: Die Entwicklung von rotem Fleisch lässt sich nicht ausreichend über einen Gesamttrend je Tierart erklären. AHDB veröffentlichte am 8. Oktober Zahlen für die 52 Wochen bis zum 6. September. Rind, Lamm und Schwein verloren insgesamt Volumen, doch Gewinner und Verlierer unterscheiden sich deutlich nach Gericht und Verzehranlass.
Das außer Haus verkaufte Rindfleischvolumen sank um 2,9 Prozent gegenüber dem Vorjahr; maßgeblich war ein Rückgang um 6,7 Prozent im Take-away. Burger, die 49,2 Prozent des Rindfleischvolumens im Foodservice ausmachen, legten dagegen um 3,3 Prozent zu. Auch asiatische Gerichte wuchsen. Rückgänge gab es bei italienischen Formaten, fleischzentrierten Mahlzeiten, herzhaftem Gebäck und mexikanischen Rindfleischgerichten.
Lamm verlor 9,3 Prozent Volumen. AHDB verbindet dies mit sinkender Nachfrage sowohl im Take-away als auch bei Restaurant- und Unterwegsangeboten sowie einem durchschnittlichen Preisanstieg von 3,5 Prozent. Kebabs stellen 51,2 Prozent des Lammvolumens und gingen um 8,2 Prozent zurück; asiatische Gerichte legten leicht zu.
Schwein verlor 5,5 Prozent, bei sechs Prozent höherem Durchschnittspreis je Packung. Schweineburger stiegen jedoch um 15,6 Prozent, ebenso italienische, asiatische und indische Gerichte. Für Sortimentsentwicklung und Profiverkauf unterstreicht dies einen Punkt: Der Cut allein ist keine ausreichende Analyseeinheit. Anlass, Küchenstil, Serviceformat und Wiederkaufsfrequenz entscheiden darüber, ob ein Fleischangebot Rotation erzielt.