Was die Fleischwelt an diesem Morgen wissen sollte.
Geflügelsysteme müssen ihre Qualität in der Theke beweisen
Eine in *Poultry Science* veröffentlichte belgische Studie vergleicht die Oxidationsstabilität von Brust- und Keulenfleisch aus vier Hähnchenhaltungssystemen: schnell wachsende Tiere im Stall, schnell-mittel wachsende Tiere im Stall, mittel wachsende Tiere mit Auslauf sowie langsam wachsende Tiere mit Auslauf. Untersucht wurden 60 Tiere aus 20 Betrieben. Das zerkleinerte Fleisch lag 168 Stunden bei 2 bis 4 °C unter starker Beleuchtung. Das Design trennt zumindest teilweise Einflüsse von Teilstück, Wachstumstempo und Haltung.
Der China-Dialog macht aus Handel eine Spezifikationsaufgabe
Branchenkooperation kann dann marktwirksam werden, wenn sie technische Anforderungen in beidseitig verstandene Prozesse übersetzt. Meat & Livestock Australia berichtete am 14. Oktober, dass Vertreter der australischen und chinesischen Rotfleischwirtschaft nach einem einwöchigen Austausch in China eine Absichtserklärung zwischen China Meat Association, Australian Meat Industry Council und MLA unterzeichneten.
ASP-Vorsorge muss Produktflüsse modellieren – nicht nur Tierverluste
Afrikanische Schweinepest lässt sich nicht mit einer bloßen Liste tierseuchenrechtlicher Maßnahmen vorsorgen. Die britische AHDB hat London Economics mit einer aktualisierten Analyse der wirtschaftlichen Folgen eines möglichen ASP-Ausbruchs in Großbritannien beauftragt. Die am 12. Oktober veröffentlichte Meldung nimmt Erzeuger, Verarbeiter, Exporteure und weitere Unternehmen der Lieferkette ausdrücklich gemeinsam in den Blick.
Bio-Wachstum setzt die gesamte Fleischkette unter Planungsdruck
Der neue Organic Action Plan für England setzt keine fleischspezifische Vorgabe, kann aber die Beschaffungs- und Vermarktungsbedingungen für ökologische Tierprodukte verändern. Die britische Regierung stellte den Plan am 14. Oktober vor. Seine drei Schwerpunkte sind die Unterstützung bestehender und neuer Öko-Erzeuger und -Verarbeiter, die bessere Abstimmung von heimischem Angebot und Nachfrage sowie der Nachfrageaufbau durch Verbraucherinformation und öffentliche Beschaffung.
Eine Verkostungsreise schafft Wert erst mit wiederholbarer Lammqualität
Verkostungen und Multiplikatorenreisen ersetzen keine Produktqualität, können sie aber dort verständlich machen, wo Speisekarten- und Einkaufsentscheidungen fallen. Meat & Livestock Australia teilte am 13. Oktober mit, dass 23 internationale Köche, Gastronomen, Metzger und weitere Food-Profis im Lambassador-Programm Westaustralien und Victoria bereisen. Es ist die bislang größte Delegation dieser Initiative zur Vermarktung australischen Lammfleischs.