Meat Morning Briefing
04International

Ausgabe 053 · 17. Oktober 2026 · 2 Min. Lesezeit

Kolumbiens Schweineöffnung macht Exportzulassung zur Produkt-für-Produkt-Aufgabe

Kolumbien hat die Beschränkungen wegen des Pseudorabies-Virus, PRV, für Schweinefleisch und Schweinefleischerzeugnisse aus den USA aufgehoben. Nach Angaben von APHIS dürfen nun alle im Export Library des FSIS als zulässig geführten Schweineprodukte nach Kolumbien versandt werden, sofern sie die zwischen beiden Ländern vereinbarten Veterinäranforderungen erfüllen.

Die Änderung ist keine pauschale Freigabe jeder Sendung. Die kommerzielle Zulässigkeit entsteht aus mehreren Ebenen: dem von APHIS bestätigten Gesundheitsstatus des Ursprungs, den Anforderungen an Kontrolle und Zertifizierung durch FSIS und AMS, der konkreten Produkt- und Betriebszulassung sowie den kolumbianischen Einfuhrbedingungen. Die Behörde verweist ausdrücklich darauf, alle einschlägigen Vorgaben zu prüfen.

Für exportierende Unternehmen hat das praktische Folgen für das Produktsortiment. Kolumbien lediglich in eine Zielländerliste aufzunehmen, reicht nicht. Produktcodes, Rezepturen, gegebenenfalls Wärmebehandlung, Kennzeichnung, Zertifikate, Rohstoffursprung und interne Trennverfahren müssen überprüft werden. Ebenso ist zu klären, welche Cuts oder Verarbeitungsprodukte eine Nachfrage schaffen, die zum Wert des ganzen Schweins passt.