Meat Morning Briefing
03Consumer

Ausgabe 060 · 24. Oktober 2026 · 2 Min. Lesezeit

Cuts und Essformate lösen die breite Fleischkategorie im Handel ab

Die am 21. Oktober veröffentlichten britischen Handelsdaten zeigen: Für rotes Fleisch gibt es keine einheitliche Nachfragetendenz. In den zwölf Wochen bis zum 4. Oktober sank das Gesamtvolumen gegenüber dem Vorjahr um 1,9 Prozent. Innerhalb der Kategorien entwickelten sich die Segmente jedoch deutlich unterschiedlich. Verarbeitetes und wertschöpfendes Rind, ausgewählte frische Schweinefleisch-Cuts sowie marinierte und Sous-vide-Schweineprodukte legten zu; Lamm stand besonders stark unter Druck.

Bei Rind ging das Einkaufsvolumen trotz eines Preisplus von zwei Prozent nur um 0,4 Prozent zurück. Steakverkäufe stiegen um 7,9 Prozent, Sirloin sogar um 21 Prozent. Auch Burger, Würste und Marinaden wuchsen. Beim Lamm fiel ein Preisplus von acht Prozent mit einem Volumenrückgang von elf Prozent zusammen. Hack und Schmorware bildeten die Ausnahme: Beide Formate entwickelten sich besser als die primären Teilstücke.

Auch Schwein zeigt, warum eine Betrachtung allein nach Tierarten zu kurz greift. Das Gesamtvolumen sank um 2,1 Prozent, während Bauch, Würfelware, Hack und Steaks zulegten. Wertschöpfende Produkte gewannen 7,3 Prozent, getragen von Sous-vide- und marinierten Artikeln. Sinkende Preise bei Bacon und Würsten drehten deren Rückgang nicht; AHDB verweist hier auch auf mögliche Vorbehalte gegenüber Gesundheit und verarbeiteten Lebensmitteln.