Ausgabe 064 · 28. Oktober 2026 · 2 Min. Lesezeit
Rohes Geflügel-Tierfutter macht Sicherheit zur Haushaltsaufgabe
Die US-Lebensmittelbehörde FDA hat am 26. Oktober vor zwei Chargen eines tiefgekühlten Katzenfutters auf Basis von rohem Huhn gewarnt, nachdem in ihren Proben Salmonellen nachgewiesen worden waren. Betroffen sind konkret benannte Chargen von Natural Selections Chicken Recipe for Cats, die im Abonnement in Zwei-Pfund-Packungen mit jeweils vier Einheiten verkauft wurden. Nach Angaben der FDA hatte das Unternehmen bis dahin keinen angemessenen Rückruf eingeleitet.
Der Fall ist auch für die Fleischwirtschaft relevant, weil er eine Risikoschnittstelle im Haushalt sichtbar macht. Das Produkt kann über Monate in privaten Gefriergeräten liegen; ein Mindesthaltbarkeits- oder Verbrauchsdatum ist nicht aufgebracht. Die Behörde empfiehlt, die Ware gesichert zu entsorgen, nicht weiterzugeben sowie Näpfe, Utensilien, Zubereitungs- und Lagerflächen, Tierzubehör, Böden und gegebenenfalls Kühl- oder Gefrierschränke zu reinigen und zu desinfizieren.
Eine Kontamination betrifft nicht nur das Tier, das das Futter frisst. Haustiere können laut FDA erkranken, aber auch Salmonellen tragen und auf Menschen übertragen, ohne zwingend selbst Symptome zu zeigen. Im gemeldeten Fall entwickelten zwei Katzen nach dem Verzehr Magen-Darm-Beschwerden; eine musste stationär behandelt werden. Beide Tiere erholten sich, nachdem das Produkt nicht mehr verfüttert wurde. Dass eine Verbraucherbeschwerde der Beprobung vorausging, unterstreicht den Wert verknüpfter Beobachtung, Chargenrückverfolgung und direkter Kommunikation.