Ausgabe 073 · 06. November 2026 · 2 Min. Lesezeit
Regen macht Schlachttierverfügbarkeit zur regionalen Einkaufsfrage
Niederschläge in großen Teilen Australiens verändern die Verfügbarkeit von Schlachttieren – und damit die Lesart der Rinder- und Lammnotierungen. Der Wochenbericht von Meat & Livestock Australia vom 30. Oktober erklärt die Bewegung nicht mit einer einzelnen Kennzahl, sondern verknüpft Regen, bessere Futtergrundlagen, niedrigere Marktanlieferungen und die Entscheidung der Erzeuger, Tiere zurückzuhalten.
Die nationalen Rinderanlieferungen sanken gegenüber der Vorwoche um acht Prozent auf 52.233 Tiere. In Queensland gingen die Auktionsmengen von 116.873 Tieren im September auf 62.933 im Oktober zurück. Nach Einschätzung von MLA stärkte der Regen die Futterbasis und verringerte den unmittelbaren Verkaufsdruck. Alle Rinderindikatoren legten in der Woche zu; der Processor Cow Indicator erreichte mit 407 australischen Cent je Kilogramm Lebendgewicht laut MLA einen Rekordwert.
Auch die nationalen Lammzufuhren fielen um acht Prozent auf 52.233 Tiere. Der Heavy Lamb Indicator stieg um 2,6 Prozent auf 1.159 Cent je Kilogramm Schlachtkörpergewicht. Lokale Marktberichte meldeten jedoch uneinheitliche Qualität und Kondition; bei Teilen des Lammangebots der neuen Saison fehlte Frische.