Ausgabe 005 · 29. August 2026 · 2 Min. Lesezeit
BBQ-Produkte machen Anlass und Aktivierung zum Markthebel
Der britische Lebensmitteleinzelhandel zeigt derzeit sehr deutlich: Die Fleischkategorie bewegt sich nicht einheitlich. In den zwölf Wochen bis zum 9. August sank das Volumen bei rotem Fleisch gegenüber dem Vorjahr um 1,5 Prozent, während die Ausgaben um 1,8 Prozent stiegen. Bei Rind lagen die Mengen 2,0 Prozent niedriger, der Umsatz aber 3,3 Prozent höher – getragen von einem um 5,4 Prozent gestiegenen Durchschnittspreis.
Ausgerechnet Produkte mit klarem Verzehranlass entwickelten sich gegenläufig. Rindersteaks legten mengenmäßig um 13,4 Prozent zu, verarbeitetes Rind um 9,9 Prozent. Innerhalb dieser Gruppe stiegen Burger und Grillprodukte um 13,0 Prozent beziehungsweise 2.166 Tonnen. AHDB führt einen wesentlichen Teil dieses Wachstums auf Promotions zurück: Der über Aktionen verkaufte Anteil lag 17,5 Prozentpunkte über dem Vorjahreswert.
Der Gegensatz zu Hackfleisch ist bemerkenswert. Rinderhack verlor 7,8 Prozent an Menge; weniger Käufer und kleinere Mengen je Einkauf wirkten zusammen. Parallel stieg Schweinehack um 26,6 Prozent. AHDB sieht darin auch einen Wechsel von Verbrauchern aus dem Rinderhack-Segment.
Für Handwerk und Hersteller ist das mehr als ein Preis-Signal. Die Daten sprechen dafür, dass Kundinnen und Kunden höherwertige Fleischanlässe akzeptieren, wenn Verwendungsidee, Zubereitungskomfort, Präsentation und Aktivierung zusammenpassen. Für BBQ heißt das: Eine Aktion sollte nicht allein den Preis senken, sondern Cut, Anwendung, Ausbeute und Genusserwartung verständlich machen.