Was die Fleischwelt an diesem Morgen wissen sollte.
Kreislauffutter wird erst mit getrennten Risikowegen belastbar
Kreislauffähige Proteinwirtschaft braucht Risikobewertungen, die einzelne Expositionswege unterscheiden. Eine neue Studie von Wageningen University & Research untersucht, ob Insekten, die auf Restströmen mit tierischen Proteinen wachsen, ein BSE-Risiko in die Nutztierkette zurücktragen könnten. Genau deshalb sind solche Substrate für die Insektenzucht in der EU derzeit nicht zugelassen.
Bei verzehrfertiger Ware wird jede Kühlabweichung zum Rückverfolgbarkeitsfall
Der umfangreiche Rückruf von Kayem Foods zeigt, warum die Kühlkette bei verzehrfertigen Fleisch- und Geflügelwaren als durchgängige Barriere geführt werden muss – nicht als einzelne Kontrolle am Ende des Warenwegs. Das Unternehmen aus Chelsea, Massachusetts, ruft rund 1.584.361 Pfund gegarte Fleisch- und Geflügelprodukte zurück, weil während der Lagerung Temperaturabweichungen möglich waren.
Lokales Geflügel braucht Qualitätsspezifikationen aus Genetik und Haltung
Die Verbindung aus Genetik und Haltungssystem muss sich am Schlachtkörper und am Fleisch beweisen – nicht nur an der Wachstumsleistung. Eine am 22. Oktober veröffentlichte Studie vergleicht einheimische Hühner aus Fidschi mit Kreuzungen aus lokalen Hühnern und Broilern in zwei Systemen: konventioneller Innenhaltung und Außenhaltung mit Futtersuche.
Rekordniedrige September-Einstallungen verengen die spätere Rinderpipeline
Der US-Feedlotbestand zum 1. Oktober lag nur geringfügig unter dem Vorjahresniveau. Die entscheidende Zahl im am 23. Oktober veröffentlichten USDA-Bericht sind die September-Einstallungen: 1,777 Millionen Tiere, 12 Prozent weniger als im September 2025 und der niedrigste Septemberwert seit Beginn der aktuellen Zeitreihe 1996.
Grillkurse machen Teilstückwissen erst mit reproduzierbaren Garentscheidungen nutzbar
Grillweiterbildung gewinnt ihren Wert nicht über die Zahl der Cuts auf dem Menü, sondern darüber, ob sie Produktwissen in wiederholbare Entscheidungen am Feuer übersetzt. Das Weber-Grill-Academy-Format „Meat the Beef“ stellt verschiedene Schweine- und Rindercuts ausdrücklich in den Mittelpunkt eines vierstündigen Kurses; als Inhalte nennt es Grilltechniken, Garmethoden, Fleischkunde sowie Tipps für Steak.