Ausgabe 062 · 26. Oktober 2026 · 2 Min. Lesezeit
Bei verzehrfertiger Ware wird jede Kühlabweichung zum Rückverfolgbarkeitsfall
Der umfangreiche Rückruf von Kayem Foods zeigt, warum die Kühlkette bei verzehrfertigen Fleisch- und Geflügelwaren als durchgängige Barriere geführt werden muss – nicht als einzelne Kontrolle am Ende des Warenwegs. Das Unternehmen aus Chelsea, Massachusetts, ruft rund 1.584.361 Pfund gegarte Fleisch- und Geflügelprodukte zurück, weil während der Lagerung Temperaturabweichungen möglich waren.
Nach Angaben von Kayem betrifft der Rückruf Ware, die zwischen dem 7. Juni und dem 14. Oktober 2026 gelagert und versandt wurde. Auslöser war eine Störung des Kühlsystems in einem Lager. Die Prüfung begann, nachdem ein Handelskunde Produkt mit zu hoher Temperatur bei der Anlieferung gemeldet hatte. Bestätigte Erkrankungen lagen bei Bekanntgabe laut US-Behörden nicht vor.
Die Bedeutung liegt nicht allein in der Menge. Verzehrfertige Ware hat keinen nachgelagerten Garprozess im Haushalt, der als korrigierende Barriere dienen könnte. Eine Lagerabweichung kann deshalb gleichzeitig viele Marken, Packungsformate, Vertriebswege und Zielorte betreffen. Die betroffenen Artikel gingen in den US-Handel und Foodservice sowie nach Hongkong; mehrere Betriebsnummern innerhalb der USDA-Kennzeichnung sind erfasst.