Meat Morning Briefing
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Ausgabe 004 · 28. August 2026 · 2 Min. Lesezeit

Geflügelbetriebe führen Tierwohl und Biosicherheit zu einer Managementaufgabe zusammen

Die Geflügelproduktion verbindet heute Themen, die lange getrennt behandelt wurden: Herdengesundheit, Biosicherheit, Tierumgang, Tierwohl, Prozesseffizienz und Personalqualifikation. Diese Verknüpfung steht im Zentrum des US-Seminars „Live Production, Welfare and Biosecurity“, das USPOULTRY am 24. August angekündigt hat. Die Veranstaltung findet am 23. und 24. September in Nashville, Tennessee, statt.

Das Format richtet sich an Fachleute aus der Lebendproduktion und soll praxistaugliche Werkzeuge für veränderte Herausforderungen vermitteln. Der Verband fasst in seiner Ankündigung Krankheits- und Biosicherheitsrisiken, neue Technologien sowie steigende Erwartungen an das Tierwohl zusammen. Das ist auch außerhalb der USA relevant: In Geflügelbetrieben verliert eine Hygienemaßnahme, die im Arbeitsalltag nicht konsequent umsetzbar ist, ebenso rasch an Wirkung wie ein Tierwohlprotokoll, das nicht in Routinen und Verantwortlichkeiten passt.

Die Ankündigung enthält noch kein detailliertes Fachprogramm und keine neuen Studienergebnisse. Konkrete Prozessvorgaben lassen sich daraus daher nicht ableiten. Ihre Bedeutung liegt in der Agenda: Fachkompetenz wird nicht mehr allein über Leistungsdaten oder Erregerkontrolle definiert. Sie muss Krankheitsprävention mit Stallgestaltung, täglichem Tiermanagement, Schulung und dokumentierten Entscheidungen verbinden.